Mittwoch,
27. Februar 2013
Mein Blog: Schnelldichtung in Hotelzimmern, Teil 63.
Jetzt in
Serie
: Fingerübungen an Feder und Fotoapparat. Zwei, Vier- und
geringfügig Mehrzeiler sowie Aufnahmen aus dem spannenden
Leben eines Reisedichters.
BungaBunga Auftragsgedicht I -
Länder in Not
In Bungabunga
Steckt Gabun
Und kann nix dagegen tun
BungaBunga Auftragsgedicht II
Weil Berlusconi unverzagt
Schwer lüsternd Monis Bären jagt
Legt Moni Berlusconi um
Statt BungaBunga macht's KaBumm!
* * * Soundtrag zum Eintrack:
Marilyn
Manson - Ka-boom Ka-boom
Samstag,
23. Februar 2013
Mein Blog: Schnelldichtung in Hotelzimmern, Teil 62.
Jetzt in
Serie
: Fingerübungen an Feder und Fotoapparat. Zwei, Vier- und
geringfügig Mehrzeiler sowie Aufnahmen aus dem spannenden
Leben eines Reisedichters.
Bonn
Du stichst dir das Tattoo des Ewigen Kanzlers
Der Käpt'n geht zuletzt von Bord
Unbeirrt gerierst du dich im einstigen Glanz, da
bleibst du dir treu - geh'n die ander'n auch fort
Von dir aus strahlt die Deutsche Welle
So kommst du niemals von der Stelle
Jetzt ehrlich,Bonn, wär' es nicht Zeit
für etwas mehr Gemütlichkeit?
Sperr' den Verkehr auf der Heuss-Allee
Schaff' Platz für Neues , sag' mal: "Nee!
Dies' Revier hier hat geschlossen
für euch Renommierkarossen!"
Trau' dich, Bonn, ins neue Kleid
Mach' mal in Beschaulichkeit
* * * Soundtrag zum Eintrack:
Canal
Terror - Bonn-Duell
Dienstag,
19. Februar 2013
Mein Blog: Schnelldichtung in Hotelzimmern, Teil 61.
Jetzt in
Serie
: Fingerübungen an Feder und Fotoapparat. Zwei, Vier- und
geringfügig Mehrzeiler sowie Aufnahmen aus dem spannenden
Leben eines Reisedichters.
Kabinettstückchen (In
den Spiegeln des Unteren Belvedere)
In den Spiegeln des Unteren Belvedere
Da frag ich immerzu:
"Hallo, Frank! Bist das du?"
Als wenn es schon die Antwort wäre ...
* * * Soundtrag zum Eintrack:
The
English Beat - Mirror In The Bathroom
Mittwoch,
13. Februar 2013
Berliner Schauplätze: 63. Berlinale, Seiteneingang (2. Teil)
Ach, die liebe Geldgier! In
diesem Jahr sind trotz vorsorglich frühem Notieren der
Berlinale in meinem Kalender derart viele Termine hinzugekommen, dass
lediglich zwei Tage verblieben, die mir zum Festivalbesuch zur
Verfügung standen. In just jenen zwei Tagen den Goldenen
Bären in spe auflauern zu wollen, musste als verwegenes Ziel
gelten. Zumal sich auch die Ticket-Ergatterung auf diese zwei Tage
beschränkte. Aber diesbezüglich habe ich mich in
den
letzten Jahren auch bei
größerem Ticket-Repertoire
als wenig treffsicher erwiesen. Vielleicht weist mir ja die Verknappung
der Auswahl den Weg zum Bären. Sechs Filme, das schafft man in
zwei Tagen ohne Burnout. Das Kartenangebot zeigte an: Es sollten 4
Wettbewerbsfilme und zwei Panorama-Filme werden. Augen auf und durch!
Hier die Fortsetzung:
Ein kurzer Transit lag zwischen dem ersten Teil meiner
diesjährigen Berlinale-Berichte und dem Film "Something in the
way". Zwanzig Minuten, um vom Friedrichstadtpalast ins Kino
International zu gelangen. Bietet das jetzt eine zeihliche
Überleitung zum Thema "Schnell Kommen"? Lieber nicht.
Kehren
wir stattdessen noch einmal zum Thema "Touristische Hilfestellungen
für auswärtige Berlinale-Besucher" zurück:
Man sollte erwähnen, dass das Thema "Pornosucht" hierzulande
vor wenigen Tagen von einem in ein Dschungelcamp verirrten Ex-Chartler
zu Genüge okkupiert wurde. Vielleicht fiel deshalb der Applaus
für diesen indonesischen Film etwas mauer aus, als es dem Mut,
den Einfluss von Porno und Religion auf das Liebesleben eines einsamen
Taxifahrers als gleichermaßen schädlich
darzustellen, gebühren würde. Mag auch allgemein
bekannt sein, dass sich ein mannigfaltiges Who's Who der Pornoqueens
auf den Festplatten und Spindwänden der eifrigsten
Gotteskrieger finden lässt und dass bei den meisten
Begegnungen der Dschihadisten mit Ungläubigen ganz andere
Flüssigkeiten als Blut fließen - von Indonesien aus
ist es wohl ungleich unbequemer, irgend welche Aspekte hiervon Bild
werden zu lassen. Viel mehr als diesen Anspruch kann der Film
"Something in the way"
dann aber auch nicht erfüllen.

Dass sich sexuelle
Höhepunkte und Tiefschläge auch etwas
sprachaufwändiger anbahnen lassen, stellt
"Mes seances de
Lutte" eindrucksvoll unter
Beweis. Die Marter der dort ausgefeilten
Beziehungskonversationen drückt den werten Zuschauer
zentnerschwer in die Kinosessel. Nun mag im französischen Film
das große Thema "L'amour" ein paar Worte mehr verlangen als
in allen anderen Sprachen dieser Welt. Aber eine derartige Sezierlust
lässt dann doch die Alarmglocken an dem Grenzübergang
zur Erträglichkeit bimmeln. Herrje. Man reiche mir dann doch
lieber einen der "Quality Films" aus "Something in the way". Oder lag
meine Ungeduld des heutigen Berlinale-Tags auch an den Eindruck, dass
allzu viele Festivalbesucher und interessierte Berlingos ihre
Ungeduschtheit des vorigen Tages über die letzte Nacht
gerettet haben?

Einen Film später, bei
"Layla
Fourie"
im Friedrichstadtpalast kämpft die Protagonistin nicht nur mit
ihrem Gewissen, sondern auch gegen meinen Fluchtreflex. Dieser
rührt sich, weil sich aus dem großen Rund des
ausverkauften Saales ein Hustkonzert abröchelt, das mich
für den Rest des Jahres mit Bakterien versorgen
dürfte. Wieso geht man derart krank ins Kino? Und wieso nicht
einfach das
teure Duschgel von Weihnachten auch mal nutzen? War das letztes Jahr
genauso? Oder bedingt der strengere Winter dieses Jahres auch strengere
Gerüche und keimigere Nasenhöhlen? Wäre mir
"Layla Fourie" im letzten Jahr und einem anderen Umfeld weniger
langatmig erschienen?
So oder so: Schade um den schönen Ansatz! Das hätte
mein Lieblingsfilm der diesjährigen Berlinale werden
können. Aber hinterher plätscherte es so aus -
Handlung sowie Nachbarnasen. Und ich wollte einfach schnellstens raus.
Eventuell war es aber auch nur mein Unterbewusstsein, welches mir das
Weh über ein auf zwei Tage verkürzte Berlinale
mildern mochte. Wir werden das ausgiebig prüfen.
Nächstes Jahr.
* * * Soundtrag zum Eintrack:
Marilyn's
Army - Bärte und Härte
Montag,
11. Februar 2013
Berliner Schauplätze: 63. Berlinale, Seiteneingang (1. Teil)
Ach, die liebe Geldgier! In
diesem Jahr sind trotz vorsorglich frühem Notieren der
Berlinale in meinem Kalender derart viele Termine hinzugekommen, dass
lediglich zwei Tage verblieben, die mir zum Festivalbesuch zur
Verfügung standen. In just jenen zwei Tagen den Goldenen
Bären in spe auflauern zu wollen, musste als verwegenes Ziel
gelten. Zumal sich auch die Ticket-Ergatterung auf diese zwei Tage
beschränkte. Aber diesbezüglich habe ich mich in
den
letzten Jahren auch bei
größerem Ticket-Repertoire
als wenig treffsicher erwiesen. Vielleicht weist mir ja die Verknappung
der Auswahl den Weg zum Bären. Sechs Filme, das schafft man in
zwei Tagen ohne Burnout. Das Kartenangebot zeigte an: Es sollten 4
Wettbewerbsfilme und zwei Panorama-Filme werden. Augen auf und durch!
"The
Necessary Death of Charlie Countryman"
dürfte so ziemlich am
hintersten Ende auf den Jurorenlisten landen. Zu herkömmlich
das Genre, zu läppisch die Story, zu oberflächlich
die Konflikte und noch dazu Til Schweiger in einer der Hauptrollen.
Wobei natürlich die Erläuterung von dessen
Unbeliebtheit unter hiesigen Cineasten zu einer der touristischen
Hilfestellungen für auswärtige Berlinale-Besucher
zählen muss. Denn im Grunde schlägt sich der
Lindenstraßen-Zögling als Rotlicht-Mafioso Darrrko
gar nicht mal so schlecht (womit übrigens auch ein sublimer
wie schaler Wortwitz untergebracht wäre). Doch zurück
zu Charlie: So übereinstimmend böse wie dieser Film
wurde selten ein Wettbewerbsfilm abgestraft. "Aufdringliche
Belanglosigkeit" habe ich gelesen, was ja einer Feuilleton-Fatwa nahe
kommt. Gar so unerträglich kam mir der Film dann wirklich
nicht vor. Oder hat mir da mein Faible für Ausgeglichenheit
einen Streich gespielt? Mr. Countryman rutschte ohne weitere
Komplikationen bei mir durch, unterhielt ohne
größere Ambitionen und war schnell verdaut.

Das komplikationsfreie Verdauen wäre vermutlich den Machern
von
"La
Religieuse" als Fazit eher
unrecht. Hier wird sich
unverblümt dem Leidenskino verschrieben. Facettenreich wird
ausgeleuchtet, was so alles den Leidensweg einer jungen Nonne
ausschmücken kann. So pointiert, dass sich die Protagonistin
ohne Umschweife in die Anwärterliste auf einen Goldenen
Bären für die beste Hauptrolle einreihen darf. Das
scheint dann auch der eigentliche Sinn dieses
überraschungsarmen Filmes zu sein.
Auch die Ankündigung von
"Vic
& Flo ont vu
un ours"
verspricht einen weiteren Beitrag zu der im Wettbewerb zu
gefühlten 87% vertretenen Reihe "Das Leiden der Damen". Hinzu
kommt in diesem Fall noch der zweite Themenschwerpunkt
Sexualitätsausprägungen, hier in der Spielart der
lesbischen Liebe im höher angelegten Spartenalter. Bei einer
solchen Ankündigung nehme ich gerne mal einen Sitzplatz am
äußeren Ende der Zuschauerreihen ein, um
gegebenenfalls ohne weitere Umstände die Flucht antreten zu
können. Aber Pustekuchen! Die seltsame Konstellation schwer
zugänglicher Sympathen in einer schwer ergründbaren
Waldlandschaft hatte etwas Fesselndes, dass sich nicht einfach abwerfen
ließ.

Vieles dümpelte mysteriös vor sich
hin, ohne sich den nahe liegenden Wendungen zu nähern und
just, da es schien, wir und die zwei Damen dümpeln uns bis zum
erlösenden Ende durch, brach doch noch die Katastrophe in das
sorgsam gemässtete Gruselklima der idyllelosen Natur. Einen
Bären sah man nicht und er wird diesem Film vermutlich auch
bei der Preisverleihung nicht allzu nah kommen, aber mein abseitiges
Profanempfinden verleiht "Vic & Flo ont vu un ours" den klaren
Favoritentitel meiner diesjährigen 6-Karten-Berlinale-Rutsche.
Was eine äußerst spannungsmindernde Quintessenz
für den zweiten Teil meines Berlinale-Berichts darstellen mag.
That's Dramaturgie!
* * * Soundtrag zum Eintrack:
Katzenjammer
- A Bar In Amsterdam
Montag,
4. Februar 2013
Einautorneuheit vor Weltkulturerbe. Heute: Das Rietveld
Schröderhuis
Seit 2011 reise ich dem
Welterbe hinterher, im Gepäck meinen Roman "Der
Fall Schelling" um mit ihm die
Schönheiten der Welt zu verdecken. Nun wurde jüngst
der Weltkulturbestand in Deutschland auf 37 erhöht, so dass
dieser Serie ein weiteres Ziel diktiert wurde - mal abgesehen von den
internationalen Stätten, die hier ja auch schon das ein und
andere Mal berücksichtigt wurden. Es heißt also
weiterhin: Weltkulturerbe-Antreten und Kategorisieren der Erbmasse nach
quartetttauglichen Maßstäben!
Für alle Berliner Nesthocker gibt es methadonische
Empfehlungen im Stadtgebiet, die dem Hauptreiz der besuchten
Stätten Entsprechendes entgegenzusetzen fähig sind.
Und dies ist also Karte Nr. 48 des Weltkultur/naturerbe-Quartetts:
Das Rietveld
Schröderhuis
10-Worte-Beschreibung: "Von Filzpantoffeln bestreichelte Wohn- und
Verbotsschildidylle in Niederlanden der Moderne."
- Welterbe seit: 2000
- Typ: Architektur
- USP: De Stijl,
Möbel, bewegliche Wände
- Grundstein: 1924
- Größe:
125 m²
- Fotokulisse:
mäßig (innen Fotografieren STRENGSTENS verboten!)
- Höchster
Aussichtspunkt: wäre wohl die Dachterrasse, aber leider -
Betreten verboten!
- Berlin-Äquivalent:
Louise-Schröder-Haus Seniorenwohnheim (Kategorie:
Reingefallen!)
- Schöne Worte im
Gelände: Truus Schröder-Schräder,
belangrijkste woonfuncties, met behulp van schuifwanden
- Schönster
Verweilplatz: am Panoramafenster im ersten Stock, aber Sitzen auf den
Möbeln ist natürlich (und aus konservatorischer Sicht
diesmal nachvollziehbar) - verboten
- ÖPNV-Anschluss: Bus
(Haus liegt allerdings auch direkt neben der Stadtautobahn)
- Eintrittspreis Erwachsener:
14 Euro
- Erweiterungspaket:
Anzeigenentgelt bei Überschreiten der Verbote (vermutlich
teuer)
In dieser Rubrik sollen nach und nach vor allem die - nach dem
unrühmlichen Abgang Dresdens (2009) nun nach den Nominierungen
im Juni 2011/2012 wieder auf 37 vermehrten - Stätten in
Deutschland besucht werden, die von der UNESCO als erhaltenswert
erachtet werden. Der Autor wird aber auch regelmäßig
ihm begegnende Weltkulturerbestätten im Ausland
berücksichtigen und freut sich ebenso über
ähnlich arrangierte Fotos der UNESCO-Restwelt, die durch die
Gegend jettende Leser jederzeit
über diese
Homepage einsenden
mögen!
* * * Soundtrag zum Eintrack:
Louis
Armstrong - They Can't Take That Away From Me
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07/2007-12/2012 im Deutschen Literaturarchiv Marbach
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